Einige E-Rechnungs-Neuigkeiten seit März

Philip Helger hat wieder eine Menge Open-Source-Software veröffentlicht, darunter unter anderem PHORM

und (als Reaktion auf Zebra) ph-redact. Zudem ist es ihm offenbar gelungen, die zuvor einzelnen Komponenten, die für den Betrieb eines Peppol-AP erforderlich waren, in einem einzigen PHOSS-AP zusammenzufassen, und er hat bereits Pilotnutzer. Bitte beachten Sie, dass Peppol eine gemeinnützige Organisation und kein nicht-kommerzieller EDI-Anbieter ist, d. h. Sie benötigen weiterhin ein kommerzielles Peppol-Zertifikat, um Ihren AP tatsächlich in Betrieb zu nehmen und deren Vorschriften einzuhalten, die z. B. häufig ISO 27001 vorschreiben.

Seit dem 27. März hat die AWV ihre Sammlung von (PDF+XML)-Beispielen erweitert und veröffentlicht Aktualisierungen unabhängig von den Factur-X/ZUGFeRD-Veröffentlichungen

Offensichtlich gibt es auch eine kostenlose englische Version („Consultation“) der AFNOR XP-Z12012, die ab September insbesondere in Frankreich an Bedeutung gewinnen wird.
Tatsächlich hat jemand Teile des Schematron-Schemas in Mustang integriert, vgl. diese Meldung.

Ab September benötigt man kommerzielle Dienstleister (früher als PDPs bezeichnet), um in Frankreich elektronische Rechnungen im Inland versenden und empfangen zu können.

Zur Frage, ob kommerzielle Dienstleister auch in Deutschland erforderlich sein werden: Wir wissen, dass die Verpflichtung zur Übermittlung deutscher B2B-E-Rechnungen an die Behörden erst viel später eingeführt wird, lange nach der Verpflichtung zur Ausstellung elektronischer Rechnungen am 01.01.2027 für große und mittlere Unternehmen und am 01.01.2028 auch für kleine Unternehmen, aber noch vor ViDA im Juli 2030.
In meinem vorherigen Beitrag hatte ich erwähnt, dass das deutsche Finanzministerium noch nicht weiß, ob dieser Zugang kostenlos oder nur „günstig“ sein wird, und nun, gegen Ende April, geht zumindest eine politische Partei – die CDU –
geht nun ebenfalls auf Nummer sicher mit einer sehr unspektakulären „Das-ist-noch-nicht-entschieden“-Erklärung.

Dies gilt unabhängig von B2G-Rechnungen, deren manuelle Übermittlung höchstwahrscheinlich kostenlos bleiben wird: Die Möglichkeit einer automatischen Übermittlung über eine offene REST-API wurde deaktiviert, möglicherweise um den proprietären Peppol-Kanal zu unterstützen?

Solange jedoch niemand bestätigt, dass die B2B-E-Rechnung kostenlos bleibt: Unterstützen Sie gern die entsprechende Petition.